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Vegetarisch grillen: Kunterbuntes Essvergnügen

Die Grillsaison ist ein unbestrittenes Highlight in Deutschland und rangiert bei Bewerbungen um die fünfte Jahreszeit gleich hinter dem Karneval. Fleischesser genießen das Brutzeln von Würstchen, Burgern und Koteletts auf dem Grill. Aber auch für Vegetarier gibt es vielfältige Optionen, das gesellige Beisammensein an lauen Sommerabenden in vollen Zügen auszukosten. Gemüse, Käse und Fleischersatz bieten zahlreiche Möglichkeiten für herzhaftes vegetarisches Grillgut, das sich pikant gewürzt und kreativ zubereitet nicht hinter Nackensteak und Co. verstecken muss. So wird vegetarisch grillen zum köstlichen Genuss.

Gemüse: Von bodenständig bis exotisch

Zu den klassischen Gemüsen, die auf dem Grill zubereitet werden, gehören Folienkartoffeln und Maiskolben. Folienkartoffeln können in der Glut gegart werden. Maiskolben werden am besten in ihrer natürlichen Umhüllung gegrillt, um ein Verbrennen zu vermeiden. Sie schmecken ausgezeichnet mit Kräuterbutter. Hier hören die Möglichkeiten für Vegetarier jedoch nicht auf. Gemüse, die gut ihre Form halten, können auf Spieße gesteckt und gegrillt werden. Geeignet sind beispielsweise Zucchini, Champignons, Paprika und Zwiebeln. Es empfiehlt sich, die Gemüse vor dem Grillen in etwas gewürztem Öl zu wälzen und sie auch während des Garvorgangs mit der Marinade zu bepinseln. Dies verhindert, dass die Gemüse aufgrund der starken Hitzeentwicklung verbrennen und gibt ihnen gleichzeitig einen feinen Geschmack.

Tomaten eignen sich aufgrund ihres Wassergehalts und ihrer Konsistenz nicht dazu, am Spieß gegrillt zu werden. Sie können jedoch gefüllt und in einer Grillschale auf dem Grill gegart werden. Probieren Sie beispielsweise eine Frischkäse-Kräuter-Füllung oder eine provenzalische Füllung aus Semmelbröseln, gemahlenen Mandeln, Olivenöl, Knoblauch und mediterranen Kräutern aus.

Auch Auberginen können in Stücke oder Scheiben geschnitten am Spieß oder halbiert und mit der Unterseite zur Hitzequelle gegrillt werden. Eine extravagante Methode der Zubereitung ist jedoch, sie im Ganzen zu grillen, bis die Haut angesengt ist und die Aubergine schrumpelig und zusammengefallen aussieht. Das butterweiche Fruchtfleisch, das nun ein rauchiges Aroma angenommen hat, kann dann fein gehackt mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Sesampaste, süß-saurem Granatapfelsirup oder Joghurt zu einem exotischen Dip verarbeitet werden.

Orientalischer Auberginendip

Zutaten:

2 Auberginen
Saft von ½ Zitrone
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
3 EL griechischer Joghurt
etwas gehackte Petersilie

Auberginen auf dem Grill garen, bis die Schale runzelig ist und die Früchte weich sind, dabei öfter wenden. Fruchtfleisch aus der verkohlten Schale lösen und grob hacken. Mit Zitronensaft, Knoblauch, Salz und Joghurt vermischen und im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken und mit Petersilie bestreuen.

Käse: zum Dahinschmelzen lecker

Käseliebhaber kommen beim Grillen voll auf ihre Kosten – mit Hilfe verschiedener zum Grillen geeigneter Käsesorten beschränkt sich vegetarisch grillen nicht nur auf Gemüse oder Fleischersatz. Griechischer Halloumikäse, der nicht schmilzt, sondern beim Erhitzen seine Form behält, kann pur oder als Zutat eines Gemüsespießes auf den Grill gelegt werden. Eine besondere Köstlichkeit kann mit Feta gezaubert werden: Mit Gemüse und Gewürzen in Alufolie verpackt, schmurgeln sogenannte Fetapäckchen auf dem Grill und können mit Brot oder Kartoffeln genossen werden.

Fetapäckchen mit mediterranem Gemüse (4 Portionen)

Zutaten:

800 g Feta (vier handelsübliche Päckchen)
1 rote Zwiebel
1 kleine Zucchini
1 Paprika
200 g Kirschtomaten
2 Knoblauchzehen
je vier Zweige Thymian und Rosmarin
Salz und Pfeffer
etwas Olivenöl

Vier Stücke Alufolie von etwa 25x25 cm mit der matten Seite nach oben bereitlegen. Je ein Stück Feta in die Mitte der Alufolie geben. Zwiebeln in Ringe schneiden. Zucchini in feine Scheiben schneiden. Paprika grob würfeln und Kirschtomaten halbieren. Knoblauch schälen und in feine Scheibchen schneiden. Gemüse sowie je ein Viertel des Knoblauchs auf dem Käse verteilen und mit Salz und Pfeffer würzen. Je einen Zweig Thymian und Rosmarin dazu geben. Mit ein bis zwei Esslöffeln Olivenöl beträufeln und die Folienpäckchen gut verschließen. Etwa 20 bis 25 min auf dem Grill garen.

Tipp: Außerhalb der Grillsaison können die Päckchen auch bei 180°C im Ofen gebacken werden.

Fleischersatz: Soja, Seitan und Tofu

Sah das Angebot vor einigen Jahren noch mager aus, ist mittlerweile diverser Fleischersatz auf dem Markt erhältlich. Der Klassiker unter den Eiweißlieferanten ist Tofu. Das aus Sojabohnen hergestellte, quarkähnliche Produkt stammt ursprünglich aus China und ist in verschiedenen Konsistenzen erhältlich. Damit er beim Grillen nicht auseinander fällt, sollte ein möglichst fester oder geräucherter Tofu gewählt werden. Dieser kann dann entsprechend gewürzt oder mariniert und in Scheiben oder am Spieß gegrillt werden. Der neutrale Geschmack von Tofu erweist sich hier als Vorteil, da er Gewürze sehr gut annimmt. Als Geheimtipp gilt, den Tofu vor dem Grillvergnügen einzufrieren. Nach dem Auftauen ist er deutlich fester als vorher.

Seitan stammt aus Japan, wird aus Weizeneiweiß hergestellt. Seine fleischähnliche Konsistenz und seinen Geschmack erhält er dadurch, dass die Seitanrohmasse in einer auf Sojasoße basierenden Marinade gekocht oder gedämpft wird. Aus ihm lassen sich vorzüglich Grillsteaks herstellen, die vor dem Grillen ebenfalls mariniert werden sollten. Probieren Sie Ihre liebste Steakmarinade an ihm aus. Seitan ist leider nicht für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet.

Eine interessante Alternative stellen Sojaprodukte dar, die getrocknet verkauft werden und somit lange haltbar sind. Vor dem Verzehr müssen sie in kräftiger Gemüsebrühe eingeweicht werden. Einmal eingeweicht, können sie paniert, gebraten oder gegrillt werden. Sie sind als Geschnetzeltes, Nuggets, Steaks oder Granulat erhältlich. Möchten Sie mehrere angebrochene Pakete vermeiden, fahren sie am besten mit den „Steaks“. Sie können im Ganzen wie Steaks oder Schnitzel verwendet oder nach dem Einweichen je nach Bedarf in Nuggetgröße geschnitten oder geschnetzelt werden. Achten Sie darauf, die Sojasteaks gut zu würzen, da sie ansonsten fad schmecken.

Verschiedene Hersteller bieten mittlerweile grillfähige Bratwürste aus Seitan, Tofu oder pflanzlichen Eiweißen an. Sie sind im Supermarkt im Kühlregal zu finden und können ohne jede Vorbereitung auf den Grill wandern. Probieren Sie mehrere Marken, um Ihre persönliche Lieblingssorte zu finden und stellen Sie fest, dass vegetarisch grillen nicht notwendigerweise Verzicht bedeuten muss.

Dips und Soßen: Unbegrenzte Möglichkeiten

Ein Highlight für viele Genießer sind die Dips und Soßen, die auf keiner Grillparty fehlen dürfen. Sie verfeinern nicht nur das Grillgut, sondern schmecken auch köstlich mit einem Stück Brot. Holen Sie sich Inspiration aus anderen Gegenden der Welt und probieren sie eine pikante mexikanische Salsa, ein israelisches Hummus aus Kichererbsen, eine indonesische Sataysoße aus Erdnüssen und Chili oder ein indisches Raita aus gewürztem Joghurt. So wird vegetarisch grillen zu einem internationalen Vergnügen.

Die etwas andere BBQ-Soße

Zutaten:

500 g Mayonnaise
80 ml Weißweinessig
3 EL Zitronensaft
1 EL zerriebener Knoblauch (etwa große Zehen)
1 TL Zucker
1 TL Salz
1 EL Pfeffer

Alle Zutaten gut verrühren und bis zum Verzehr im Kühlschrank durchziehen lassen. Die Soße hält sich in einem fest verschlossenen Schraubglas im Kühlschrank etwa zwei Wochen.

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